Aktuell

Winterrunde der Tennismannschaften: #werwannspielt könnt ihr immer hier nachschauen.

UHC Herren 30 Tennis Regionalliga
Daniel Lüken, Tim Sutor, Konstantin Krüger, Lars Kirschner, Ulrich Tippenhauer

Schaffen sie den vierten Titel in Folge? Die 1. Herren 30 tritt zur Titelverteidigung in der Regionalliga Tennis an. Das Team muss aber mächtig Gas geben, das erste Spiel gegen TC Alsterquelle ging verloren und nun kommt beim ersten Heimspiel am Sonntag (10.12.) mit Jade Wilhelmshaven der derzeitige Tabellenführer. Beginn ist 13:00 Uhr. #aufgehts!


05.12.2017

Die 1. Herren verlieren in der Regionalliga leider gegen den Club zur Vahr mit 4:2. Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machte sich aber Vincent Strauch. Er besiegte an Nummer 3 seinen Gegner in einem großartigen Spiel souverän. Vincent, drei Fotos als Geburtstagsgeschenk :-), ist übrigens 17 geworden :-)


01.12.2017

Der aufmerksame Abendblatt-Leser wird es bereits erspäht haben: Alice Violet (links), unsere neue UHC Spitzenspielerin, hat den 11. Schirnau Cup (A-6) in der Damen Konkurrenz gewinnen können. Die aktuelle Nr. 93 der deutschen Damenrangliste, Jahrgang 1996, führt unsere Damenmannschaft im Winter in der Nordliga an. Sollte wieder ein Durchmarsch gelingen? Wir freuen uns auf sehenswerte Partien auf hohem Niveau!


01.12.2017

💥💥💥 Beim Mannschaftswettkampf Orange- und Green-Cup Masters, den norddeutschen Landesmeisterschaften U9 und U10 in Isernhagen, belegten die Hamburger Teams gegen starke Konkurrenz aus Niedersachsen und Berlin Brandenburg jeweils Platz 3 in der Vorrunde.Gespielt wurde in 2er-Teams (zwei Einzel und ein Doppel) über jeweils zweimal 15 Minuten. Als Teilnehmer vom UHC waren dabei: U 10 Linus Huep, U 9 Stefan Andrian und Noah Kirschner. 💪💪


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Interview

"Nochmal Gas geben"

Julian Onken im Training mit Sascha Zverev; Centercourt UHC, 2015
Julian Onken im Training mit Sascha Zverev; Centercourt UHC, 2015

Beim UHC gibt es ein paar sehr bekannte Tennisspieler, die heißen Alexander und Mischa Zverev. Ihr Erfolg ist inzwischen sogar der Grund, warum Top Nachwuchsspieler zum UHC wechseln. Es gibt aber auch andere Tenniscracks im Club, sie spielen in der Deutschen Rangliste, gewinnen regionale Turniere und versuchen, wie Julia Onken (28), über sogenannte Future- und Challenger-Turniere ihren Weg im Profitennis nach oben zu finden. Das ist eine harte Ochsentour, die Hochbegabte wie Sascha oder Mischa nie durchmachen mussten und die nur wenige Sportler auf Dauer durchhalten.

 

Wir treffen Julian, genannt Jules, im Club Restaurant. Gerade ist das Training 1. Herren zu Ende. Da spielt Julian an Eins. Im Herbst 2016 hatte er mit Trainingspartner Leon Schütt seinen ersten Doppeltitel auf der Future Tour gewonnen. Future - das ist die unterste Liga im Profitennis, gespielt wird sie auf der ganzen Welt. Inzwischen gibt es auch im Einzel gute Erfolge, Halbfinale war bisher das beste Ergebnis.

 

Glückwunsch, läuft immer besser, Halbfinale Einzel, erster Doppeltitel. Wie geht´s dir damit?

Es ist eine gutes Gefühl (grinst), endlich mal einen Titel zu haben. Wir waren schon mal im Halbfinale, dann Finale und dann gewonnen. Das fühlt sich auch besonders gut an, weil wir zweimal im Champions-Tiebreak gewonnen haben, im Halbfinale und Finale. Da geht es innerhalb von zwei Minuten um alles oder nichts. Da kommen die Emotionen hoch.  Aber insgesamt werde ich mich schon aufs Einzel konzentrieren. Da wäre mir so ein Erfolg noch lieber.

 

Was hast du am meisten verändert seit letztem Jahr?

Die Anzahl der Stunden, die ich trainiere und spiele. Ich mache nichts anderes mehr, gebe kein Training mehr. Das hat einiges verbessert, ich spiele aggressiver, näher an der Linie, halte den Schläger anders, nicht mehr so kurz, das wird noch dauern bis sich das auszahlt, das wichtigste ist aber der Kopf, der muss stimmen, wenn man mental da ist, spielt man auch ordentlich, egal ob es läuft oder nicht.

 

Du musstest arbeiten, um Turniere zu spielen?

2016 habe ich Linus Krohn im UHC betreut, wir konnten auch zusammen reisen, ich war zweiter Trainer neben Chris. Und privat gibt es noch ein oder zwei Spieler, die ich trainiere. Meine Eltern unterstützen mich. Mein Vater ist selber Trainer, ich komme aus einer Tennisfamilie, schon die Großeltern haben Tennis gespielt. Mit vier Jahren habe ich angefangen, dann bin ich in die USA in der 11. Klasse und habe dort auch an der Highschool Tennis gespielt. Da ist es auch kein Problem, wenn man mal ein paar Tage nicht da ist, wegen eines Turniers.

 

Bis ins Halbfinale hast du es bei einem Future schon geschafft. Wieso gibst du nochmal Gas? Im Sinne von - Du bist ist ja nicht mehr zwanzig. 

Das Alter spielt keine Rolle. Wenn man Gas geben will, muss man die Möglichkeiten haben, finanziell. Ohne Startkapital kann man bei Tennis nicht weiterkommen. Bisher musste ich nebenbei Geld verdienen, um zu den Turnieren reisen zu können. Ich muss aber mindestens 20 bis 25 Turniere spielen, sonst kann ich nicht hochkommen. Sonst bekommt keiner die Routine und Sicherheit, die es braucht um zu gewinnen. Das hat 2016 gut geklappt, ich hatte einen Sponsor und  ich habe mich um über 500 Plätze nach oben gearbeitet, von 1245 auf 710. Jetzt bin ich aktuell wieder auf der Suche, wer also Unterstützung geben will … (lacht).

 

Wie hoch ist so ein Budget pro Jahr auf der Future und Challenger Tour? Du spielst in der Ukraine, Marokko, Italien, Ägypten, Deutschland.

Ja, das sind die Länder, wo ich gut Futures spielen kann. Das Budget liegt ungefähr bei 30.000 Euro im Jahr für Reisen, Trainer, Fitness, Physio usw., dadurch dass ich in diesem Jahr aber keinen Trainer und Fitnesstrainer habe, werde ich nicht ganz so viel ausgeben.

Du spielst für 300 Dollar Prämie

Ja, beim Sieg im Doppel war das so, dann noch abzüglich Steuer. Das Geld spielt da noch keine Rolle, mein Ziel ist es hoch zu kommen, wo man dann auch mal ein Plus macht.

 

Wie ist das auf einem Future, wie lebt man da? Ist sicher nicht so aufwändig wie das ATP Turnier in Hamburg

Es ist sehr unterschiedlich, teilweise ist es sehr gut organisiert, in kleinen Städten geben sich die Veranstalter viel Mühe, z.B. in Marokko. Manchmal ist das Essen schwierig, für Sportler, da gibt es dann nur Fastfood. Bei den Futures gibt es auch einen Fahrservice, die Hotels sind meistens sehr ordentlich, man muss sie allerdings bezahlen.

 

Sag, wenn ich dich sehe, denk ich mir, wie kann man so schnell spielen. Jetzt gibt es aber viele Spieler auf der Tour, die sind noch besser, dann welche die wieder besser sind. Wieso kann man noch besser spielen als du? Und warum reicht es bei dir noch nicht für sagen wir mal Top 200?

Hauptsächlich ist es die Konstanz. Auf meinem Niveau kann ein Top 500 Spieler auch einen aus den Top 100 schlagen. Dazu musst du aber 20 bis 30 Wochen spielen, um die Konstanz zu bekommen. Je mehr man gewinnt, umso höher ist das Selbstvertrauen, umso besser wird man wieder. Es ist im Endeffekt die Konstanz, im entscheidenden Moment die entscheidenden Punkte zu machen.

 

Wo sind die größten Unterschiede? Zwischen Top 1000 und Top 500 oder besser?

Es sind viele Kleinigkeiten, die letztlich einen großen Unterschied machen. Die wichtigsten Punkte für mich sind mentale Stärke und Professionalität. Die Topleute haben ihren Kopf sehr gut unter Kontrolle. Außerdem schaffen sie es an 365 Tagen im Jahr professionell zu leben.

 

Wieviel macht der Kopf aus beim Tennis? Auch bei einem Amateur?

Das meiste, das müsste man am meisten trainieren, aber es macht nicht so viel Spaß. Wenn zwei Spieler ein Level haben, entscheidet immer der Kopf. Die Vorbereitung ist daher wichtig, auch sich vorzustellen wie geht man mit einem Break um, wie spielt man in der Führung, wie gut kann man sich konzentrieren? Das können Hobby Spieler nicht zwei Sätze lang durchhalten.

 

Erinnerst du also jeden Ballwechsel oder verblasst das auch bei dir im Dunst der Erschöpfung?

Wenn man voll in der Zone ist, dann ist das Spiel hinterher wie weg. Allerdings erinnere ich die wichtigsten Ballwechsel immer. Wo stand ich, wie kam der Ball, warum war es gut oder schlecht usw. Bei Futures gibt es auch schon die Statistiken, die schau ich mir an. In der Regel reicht es, 55 Prozent der Ballwechsel zu gewinnen. Da entscheiden aber eben oft die Kleinigkeiten. Murray gewinnt auch im Schnitt „nur“ 55 Prozent der Ballwechsel. Er war die Nummer Eins (lacht).

 

Du hast auch mit Sascha Zverev trainiert. Er war mit 14 schon beim UHC in der 1. Herren Mannschaft.

Mit Sascha habe ich ein paarmal trainiert, bevor er seinen Durchbruch hatte, da war er 16, 17 Jahre alt. Da hatte ich das Gefühl in der Rallye, da geht es noch. Aber beim Service war er schon zu stark. Er war kaum mehr zu breaken. Seitdem hat er ja nochmal zwei, drei Sprünge gemacht, er hat das Tempo und die Konstanz erhöht. Jetzt ist er in der Weltspitze. Das ist schon wirklich Extraklasse.

 

Die Ziel für 2018

Dieses Jahr werde ich auch Challenger Turniere spielen. Manchmal aber auch da erstmal durch die Qualifikation müssen.

 

Vielen Dank und viel Erfolg!

Michael Pauli



UHC kann auch ATP

Hier findet ihr den aktuellen Newsfeed von Alexander Zverev und Bruder Mischa Zverev

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